The Bait
Einige tolle kinder zukunft Bilder:
The Bait

Bild von h.koppdelaney
The Bait
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Der Köder
Das Boot habe sich im Sturm losgerissen und trieb am nächsten Tag mitten auf dem See. Er habe das als Zeichen gesehen, seine Frau, mit der er seit Jahren unglücklich war, zu verlassen. Und er habe verstanden, dass erst dieser Sturm habe kommen müssen, um sich mit aller Macht, ja, er betonte, mit aller Macht aus der Unfreiheit zu befreien.
Die beiden Männer, etwa Mitte vierzig, sprachen seit sie zugestiegen waren, über ihre neuen Beziehungen. Sie hatten gemeinsam ein Seminar besucht, bei dem es um Selbsterfahrung und emotionale Öffnung ging und ich war erstaunt, mit welcher Offenheit sie sich über ihre sexuellen Probleme und Bedürfnisse austauschten. Die Sexualität käme endlich aus der Ebene der reinen Triebbefriedigung heraus und Zärtlichkeit rücke weiter in den Vordergrund, da es keine wirkliche Freude geben könne, wenn nicht die Frau mit ihrem Bedürfnis nach Kuscheln voll auf ihre Kosten käme.
Franco war ein südländischer Typ und besaß eine Hütte mit Kamin und einem Anlegeplatz für sein Ruderboot. In dieser Hütte traf er sich während er noch verheiratet war mit jener Frau, die er auf einem Seminar kennengelernt hatte und die ebenfalls ihre alte Beziehung gerade beendete.
Die Zeit der Trennung war für beide sehr problematisch, emotional, finanziell, gesellschaftlich und natürlich familiär.
„Es hat letztlich vier Jahre gedauert“, sagte Franco. „Aber schon lange zuvor hatte sie keine Lust mehr am Sex. Ihr Interesse galt den Kindern.“
„Genau wie bei mir“, bestätigte der Zweite. „Versorger. In diese Rolle hat sie mich gepresst. Und wenn ich mich laut beschwerte, bekam sie immer Schwindelgefühle oder kippte einfach um. Da habe ich natürlich Rücksicht genommen. Bis ich Angela traf. Die hat mir die Augen geöffnet, was Frauen alles so drauf haben können. Ich sage nur eins: Manipulation!“
„Und, wie manipuliert dich Angela jetzt?“ scherzte Franco.
„Mit Sex.“ Der Zweite schmunzelte. „Sie weiß einfach, was mir Spaß macht. Ich brauche sie zu nichts überreden, das läuft einfach alles wie von selbst. Endlich einmal kein Wenn und Aber.“
„Hoffentlich hält das an“, sagte Franco. „Ich meine, das gilt auch für mich und Jenny.“
„Und wenn es nur ein paar Jahre sind“, entgegnete der Zweite. „In meiner alten Beziehung lief ja gar nichts mehr. Und dann ständig die Meckerei, wenn ich mal geflirtet habe.“
„Eifersüchtig war meine erste Frau nicht“, sagte Franco. „Sie hat es mir einfach nicht zugetraut, dass ich mich von ihr trennen würde. Wenn sich hier einer trennt, hat sie immer gesagt, dann bin ich das. Sieh dich doch mal an! Du Angler!“ Eine kleine Pause entstand, dann fuhr er fort. „Sie sah auf mich herab, weil ihr Vater das Autohaus besaß und ich nur Mechaniker bin. Ok, Kfz-Meister, aber das zählte nicht.“
„Geringschätzung“, sagte der Zweite. „Da kann ich auch ein Lied von singen! In meinem Fall war es aber mein Schwiegervater, der immer an mir zerrte, ich solle endlich meine Fortbildung machen. Mhhh… Ich bilde mich jetzt fort, aber ganz anders als er dachte.“
Beide lachten.
„Ich vermisse die Kinder“, sagte Franco
„Die Freiheit hat ihren Preis.“
„Aber sind wir wirklich frei? Ich bin verliebt in Jenny und sie in mich, aber das war ich anfangs in meine Frau auch. Nach zehn Jahren hatten sich die Gefühle in ihr Gegenteil gekehrt.“
„Ich mache mir darüber keine Gedanken“, entgegnete der Zweite. „Seit ich bei einer ganz stinknormalen OP beinahe hops gegangen wäre, denke ich nicht mehr so weit in die Zukunft. Sicher ist nichts, nicht einmal der morgige Tag. Wahrscheinlich werde ich ihn jedoch erleben und Angela wieder in die Arme schließen, doch wie oft noch? Und da ich das nicht weiß, genieße ich jeden Augenblick, denn ich hätte nicht gedacht, dass mich das Schicksal noch einmal so verwöhnt. Und was das Tollste ist, sie ist finanziell vollkommen unabhängig. Sie liebt mich meinetwegen. Ich muss keine Rolle mehr spielen. Ich frage mich nur gelegentlich, welchen Haken die Sache hat. Es ist einfach zu schön um auf Dauer wahr zu bleiben…“
Ich musste vor den beiden aus dem Zug steigen und wartete unter meinem Schirm auf ein Taxi als mein Blick auf ein Kinoplakat fiel: Ein muskulöser Angler in einem Boot mitten auf einem See. Titel: Der Köder.
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Digital art based on own photography and textures
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Life Journey

Bild von h.koppdelaney
Drive back home…
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Ansichtssachen:
Vorab:
Da ich mir darüber bewusst bin, dass ich keine objektive Ansicht von den Dingen des Lebens geben kann, gebe ich meine Erkenntnisse aus meinen Erfahrungen weiter.
Ich sehe das Leben durch meine Brille und weiß, dass es viele andere Brillen gibt durch die Menschen ihr Leben wahrnehmen.
Die Brille kommt einem Filter gleich, der nur jene Dinge wahrnimmt, die zum Leben des einzelnen Menschen passen.
Ich habe für mich die wichtigsten 10 Brillen erkundet. Es sind Wahrnehmungsmuster, die einer jeweils spezifischen Motivationskraft entspringen.
Eine Motivationskraft ist vergleichbar mit der Begeisterung für – aber auch der Abwehr einer Sache.
Liebe und Hass sind Motivationskräfte, ebenso Eifersucht, Trägheit und Eitelkeit. Kriege werden aus Hass geführt und Berge durch die Liebe versetzt.
An dieser Stelle macht es wenig Sinn, meine Brille zu nennen, auch wenn ich sage: Meine stärkste Motivationskraft ist B3, bekommen Ziffer und Zahl erst dann eine Bedeutung, wenn man sie mit den anderen neun vergleichen kann.
Doch bevor ich über die 10 wesentlichen Motivationskräfte berichte, möchte ich die Möglichkeit geben, mich selbst und meine Lebenseinstellung kennen zu lernen. Zu diesem Zweck nehme ich Stellung zu 10 wichtigen Punkten in meinem Leben und überschreibe diese Bilderserie mit der Überschrift:
Ansichtssache
Thema Nr. 1
Was sind meine Ansichten über meine Geburt?
Aus einem Rückblick von nahezu 60 Lebensjahren heraus fällt mir der Umstand der Unbewusstheit an erster Stelle auf.
Ich verstehe, warum im Zentrum der Abbildungen des buddhistischen „Rad des Lebens“ drei Kräfte stehen: Anziehung, Abstoßung und Ignoranz.
Sympathie und Antipathie bilden das emotionale Kräftepaar, das jeder Mensch in sich spürt. Als gleich wichtig steht neben ihm die Unwissenheit.
Ich zähle Unbewusstheit zu dem Begriff der Ignoranz hinzu, denn als Kind spürte in mir Emotionen, hatte aber keine Worte für sie und war mir ihres Ursprungs unbewusst.
Aus der heutigen Verfassung meines Bewusstseins heraus, erkenne ich die Unbewusstheit meiner Geburt und der frühen Kindheit.
Im Rückblick kann ich sagen, dass sich mein Bewusstsein stetig verändert und in Richtung Klarheit und Bewusstheit erweitert hat.
Ich fühle mich nicht am Ende des Prozesses meiner Bewusstseinserweiterung, doch im Verhältnis zu meiner Kindheit und meiner Jugend, fühle ich mich endlich auf einem zufriedenstellenden Niveau.
In der Kindheit fühlte ich mich unglücklich, weil unbewusst, inkompetent, mangelhaft und minderwertig. Heute fühle ich mich glücklich, weil bewusst über die Abläufe und den Segen in meinem Leben.
Meine Erfahrungen mit einem peruanischen Schamanen haben mir eine erweiterte Sicht auf mein Leben ermöglicht. Aufgrund weiterer Erlebnisse bin ich mir darüber bewusst geworden, dass die Welt aus Energie und Informationsfeldern besteht. Ich verwende an dieser Stelle den Begriff: Geistwesen, denn als ein solches habe ich mich auch in Klarträumen wahrgenommen.
Die Verdichtung des Geistwesens erzeugt die Inkarnation oder die Selbstwahrnehmung als verkörpertes Wesen.
Für mich sind Geburt und Tod Übergänge in einen jeweils anderen Zustand. Als Analogie möchte ich die Veränderung von Wasser nennen, dass sich vom festen Eis in den flüssigen und schließlich gasförmigen Zustand wandeln kann. Die Veränderung findet durch eine Erhöhung oder Verlangsamung der Schwingung statt.
Aus meiner heutigen Sicht ist der geistige Zustand während der Kindheit überwiegend von den Kräften der Anziehung und Abstoßung vernebelt. Die ganze Palette unbewusster Emotionen, auch Triebe und Instinkte genannt, bestimmte mein Leben. Ich fühlte mich von ihnen getrieben, genötigt, gepeinigt und erniedrigt. Mein Neid machte mir zu schaffen, meine Trägheit ebenso wie meine Eifersucht. Die Emotionen kann ich heute benennen. Als Kind steuerten sie mich in zum Teil verhängnisvolle Aktivitäten. Aus dem daraus resultierenden Leid entwickelte sich gewissen Gefühlen gegenüber eine starke Abneigung. Der Prozess der Selbsterziehung und Unterdrückung gewisser Emotionen setzte ein.
Dieser Prozess beginnt mit jeder Geburt, mit jeder Inkarnation von Neuem. Für mich ist Reinkarnation ein begriffliches Konzept, um meiner gewonnenen Erfahrung Ausdruck zu verleihen. Aufgrund meiner Vorstellung von Reinkarnation hat sich meine Einstellung zu Geburt, Tod und dem Leben dazwischen grundlegend verändert.
Ich weiß nun, nach mir kommt nicht die „Sintflut“, sondern eine Wiedergeburt. Ich weiß auch, dass ich in diesem Leben, hier und heute die Grundlagen und Umstände für meine Wiedergeburt schaffe. Ich habe also zu dem Begriff „Karma“ ebenfalls ein bewusstes Verhältnis aufgebaut.
Durch den Wandel meiner Bewusstseinseinstellung hat die Zukunft der Gesellschaft und des Lebens an Bedeutung gewonnen. Was ich heute verschwende, ist für morgen verloren. Was ich heute in die Gemeinschaft gebe, kommt morgen zu mir zurück.
Das Konzept der Wiedergeburt hat meine Vorstellungen von einem jenseitigen Paradies auf das Diesseits verlegt, auf ein Diesseits, das aus der Sicht des Bewusstseins immer im goldenen Augenblick (Sein) liegt. Im Augenblick gibt es keine Zukunft. Dennoch glaube ich an ein Morgen.
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HKD









